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Sonntag, 15.09.2019

Projektwochen am GaR

Schule einmal anders – Projektwochen am Rotenbühl

Wenn man jemanden fragt, wie er sich Unterricht in der Schule vorstellt, tauchen wahrscheinlich zunächst einmal Assoziationen an feste Stundenpläne, Unterricht portioniert in 45-minütige Einheiten und die Beschränkung auf einen Klassenverband auf. Trotz methodischer Vielfalt, die heute den Unterricht am Gymnasium prägt, sind es noch immer diese festen Formen, welche den Unterrichtsalltag prägen. Doch es gibt Ausnahmen, welche Schule auch einmal anders daherkommen lassen:

Seit 1983 finden an unserer Schule regelmäßig – meist im 2-Jahres-Rhythmus – sogenannte Projekwochen statt: Am Ende des Schuljahres wird die Schule dann vier bis sechs Tage ein einziger, großer Lernort. Aufgehoben sind in der Regel Klassen- und Kursverbände und damit weitgehend der traditionelle Unterrichtsverlauf.

Bei einer Zahl um die eintausend Schüler, wie es bei Beginn der Projektwochen in den 1980er Jahren der Fall war, bedarf dies zunächst einmal einer ausgefeilten Organisation. Dieser deutliche Aufwand war sicher einer der Gründe, warum die Projekttage anfangs auf die Klassenstufen 5 und 11 beschränkt waren.

Auch spielte wohl eine Rolle, dass dem Projektunterricht damals wie teilweise heute auch noch eine gewisse Skepsis entgegenschlägt: Geht es hierbei nicht eher um eine künstlich geschaffene ‚Eventkultur’ oder die Überbrückung der letzten Schultage vor den Sommerferien, wenn bei allen Beteiligten ohnehin die Luft raus ist? Wie werden die Ergebnisse der Projekte gesichert und für den weiteren Unterricht verwendet? Was kann und soll überhaupt als Projekt angeboten werden? Dies sind nur einige der kritischen Fragen, die immer wieder gestellt wurden, wenn es an die Organisation ging.

Bis in die frühen Neunziger hinein versuchte man – durchaus erfolgreich – die Projekttage an das Schulfest zum Ende des Schuljahres zu koppeln: So arbeiteten Projektgruppen dem Motto des jeweiligen Sommerfestes zu: ‚Schule weltweit – 17 Nationen unter einem Dach’, ‚Unsere Schule soll schöner werden’ oder ‚Schüler helfen heilen’ waren einige Beispiele für diese fruchtbare Zusammenführung. Doch galt es bei den Projekttagen immer auch, außerhalb der Schule Lernorte zu entdecken bzw. sozusagen das Leben in die Schulwelt zu holen: Oftmals erhielten die Projektleiter Unterstützung von Experten außerhalb der Schulwelt oder arbeiteten mit Eltern zusammen, die in bestimmten Bereichen mit ihren Erfahrungen Projekte unterstützten. Nicht selten fand der Unterricht daher auch außerhalb der Schule statt.

Heute ist es am GaR Standard, dass ältere Schülerinnen und Schüler Projekte gemeinschaftlich mit Lehrern oder ab einem gewissen Alter auch alleine, lediglich von einem Lehrer als Aufsichtsperson unterstützt, umsetzen.

Dass bei den Projektwochen auch Ergebnisse erzielt werden, die weit über die Dauer der jeweiligen Tage hinaus reichen, mag an einem Beispiel verdeutlicht werden: Eine Projektgruppe unter der Anleitung von Herrn Ulli Meiers gestaltete einen Kleidercontainer des diakonischen Werks als Kunstwerk. Dieser Kleidercontainer wurde im November 2015 im Rahmen eines Opens internal link in current windowFestakts feierlich eingeweiht. Aufgestellt im Eingangsbereich der Schule kann man dort Kleider, Wäsche und Schuhe einwerfen, die unter den Kriterien von "FairWertung" von den Mitarbeitern des diakonischen Werks direkt an Bedürftige im Raum Saarbrücken weitergegeben werden.

Die letzte Projektwoche im Oktober 2015 stand unter dem Leitmotiv "GaR kein Müll mehr: Müllvermeidung und Müllverwertung".

Im Folgenden zeigen die Fotoaufnahmen einer Projektgruppe unter Leitung von Frau Schwarz wie vielfältig die Projekte waren und welche Ergebnisse die Klassen und Kurse am Abschlusstag ihren Mitschülern, Lehrern und Eltern präsentieren konnten.

Projektwoche 2015 - GaR kein Müll mehr: Müllvermeidung und Müllverwertung

 

Abschlussfest zur Projektwoche 2015