Sie sind hier: Veranstaltungen und Projekte / Jugend debattiert
Montag, 23.07.2018

Nina Sernytskyi erreicht den 3. Platz beim „Jugend debattiert“-Landesfinale

Nina qualifizierte sich souverän durch Siege beim Schulfinale und beim Regionalfinale für das diesjährige Landesfinale der Sek. I auf dem Halberg. Dank ihrer guten Vorbereitung und ihres rhetorischen Geschicks konnte sie sich auch dort in den Vorrunden durchsetzen und erreichte das Finale der vier Besten in ihrer Altersklasse. Am Schluss belegte sie einen großartigen dritten Platz. Große Anerkennung verdient auch der Einsatz von Felix Dieter, der nur knapp den 2. Platz im Regionalfinale verpasste.

In der Sek. II konnten Julius Groß und Moritz Eichinger überzeugen: Beide erreichten das Finale auf Regionalebene am Willi-Graf-Gymnasium. Julius hätte durch seinen 2. Platz auch beim Landesfinale starten können, entschied sich aber für die Teilnahme an der 11er-Kursfahrt, die in diesem Jahr leider zeitgleich mit dem Landesfinale stattfand.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Danke für euren großen Einsatz in diesem Schuljahr.

Ein besonderes Dankeschön geht an Frau Meiser-Franz, Frau Nischik und Frau Meilchen und die treuen Mitschüler, die die Debattanten bei der Vorbereitung unterstützt und bis zum Schluss die Daumen gedrückt haben.

Jens Göttert

Erfolg beim Regionalfinale von "Jugend debattiert"

Julius Groß, Philipp Custodis und Moritz Eichinger vertreten das GaR beim Regionalfinale am Warndtgymnasium

Im einem sehr engen Finale der Sek I standen Philipp und Moritz zwei Schülern des Warndtgymnasiums gegenüber. Am Ende entschied ein Punkt mehr in der Kategorie Gesprächsfähigkeit über die Teilnahme am Landesfinale: Große Anerkennung für Philipp und  Glückwunsch an Moritz, der den zweiten Platz erreichte, wodurch er sich für das Landesfinale auf dem Halberg qualifizierte.

Julius Groß erreichte in der Sek II souverän nach zwei Halbfinalrunden das Finale. Dort debattierte er als einziger Mann mit drei jungen Damen über das Thema Sollen die Zeiten, zu denen öffentliche Schwimmbäder nur Frauen offenstehen, ausgeweitet werden? Es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf hohem Niveau. Am Ende wurde den weiblichen Argumenten größere Überzeugungskraft zugesprochen.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer und Danke für euren großen Einsatz im Vorfeld.

Ein besonderes Dankeschön geht an Frau Meilchen und die treuen Mitschüler, die die Debattanten bei der Vorbereitung unterstützt und bis zum Schluss der Veranstaltung die Daumen gedrückt haben.

Jens Göttert

Schulfinale von "Jugend debattiert" am 14.01.2017

Alles führt zum Finale

Am 14.01.2017 fand am Gymnasium am Rotenbühl im Raum 221 das Schulfinale von Jugend debattiert statt. Daran nahmen 8 Vertreter der 9. Klassen teil und als Juroren waren Fr. Ott, Hr. Göttert, Fr. Kirchner, Fr. Meilchen und Fr. Meiser-Franz.

Um 8 Uhr versammelte sich die Klasse 9ab in ihrem Klassenraum. Auch ich war gespannt, wie die Debatten ablaufen würde. Als sich auch alle Lehrer versammelt hatten, fand eine kurze Begrüßung von Hr. Göttert statt. Dabei erklärte er uns ganz genau, wie wir, die Zuhörer, uns organisieren sollten. Zum Beispiel sagte er uns, dass wir ruhig sein sollten und so weiter. Währenddessen schrieb Fr. Kirchner die Themen des Halbfinales an: „Sollen die landesweiten, verpflichtenden Schulferien durch individuell wählbare Urlaubstage ersetzt werden?“ Dann legten die Lehrer die Zeitnehmer fest. Das waren Anne Sophie Miosga und Elias Pfirrmann. Auch mussten die Juroren schnell feststellen, wer die ersten vier Debattanten sind, nämlich zwei Vertreter für Pro und zwei für Contra. Die Debattanten waren Anne (Klasse 9ab) und Philipp ( Klasse 9b) auf der Pro-Seite und Giu (Klasse 9b) und Ben ( Klasse 9ab) auf der Contra-Seite. Alle 8 Schüler hatten bis 8:30 Uhr Zeit, um sich vorzubereiten, was sie mit Fr. Meilchen in Raum 207 taten. In der Zwischenzeit haben wir, die Schüler der Klasse 9ab/9b, schnell die Stühle umgestellt, sodass es vorne reichlich Platz für vier Tische gab, zwei für die Debattanten und zwei für die Juroren. Ich merkte, wie es immer spannender wurde, da alle sehr aufgeregt waren. Unsere Deutschlehrerin hatte mit uns zuvor besprochen, dass jeder Schüler die Debatte dokumentieren solle, und zwar in Form verschiedener Textsorten (Reportage, Bericht, Protokoll), daher nahmen wir unser Material und rüsteten uns mit einem Stift aus.

Rechtzeitig um 8:30 Uhr kamen die vier Debattanten angespannt und setzten sich auf ihre vorgesehenen Plätze. Ich, aus der Sicht eines Zuschauers, merkte, dass alle vier nervös waren. Dies kann man natürlich verstehen, da sie vor einem großen Publikum sprechen mussten und da saßen auch noch die Juroren, die die Schüler bewerten würden. Als alle Anwesenden Platz genommen hatten, begann Hr. Göttert mit einer kleinen Einleitung und wünschte den Debattanten viel Glück. Gefolgt wurde die Begrüßung von dem Klingeln der „Jugend debattiert“ Glocke.

Jeder Schüler hatte in der Eröffnungsrede eine Minute Zeit, sich zu äußern und seine Stellung zum Thema zu präsentieren. Zuerst äußerte sich Schüler Pro 1, denn Contra 1, später Pro 2 und abschließend Contra 2. Dabei nannten sie ihre stärksten Argumente, erklärten die Frage und am Ende formulierten sie ihren Zielsatz. Am Anfang spürte man die anspannende Atmosphäre, doch dann lockerte sie sich, als die 8-minütige freie Aussprache mit dem Klingeln begann. Da mussten die Schüler ohne eine bestimmte Reihenfolge ihre Argumente vorbringen, jedoch durften sie den Vorredner nicht unterbrechen und sollten dann auf sein oder ihr Argument eingehen. Dieser Part der Debatte hat bei den meisten gut funktioniert. Die Schüler haben auch immer auf den Aufgabenbezug geachtet. Sie gingen auf die eigentliche Frage ein und versuchten sie mit einem Vorschlag von beiden Parteien zu klären. Ich sah, wie die Zuschauer ruhig saßen und sich Notizen machten.

In der freien Aussprache hat mich die Pro-Seite richtig überzeugt. Sie haben auf die gegnerischen Argumente flexibel reagiert und ihre eigene Seite gut präsentiert. Die Contra-Seite hat nicht immer passende Argumente gefunden, um die Pro-Seite zu schwächen. Deswegen finde ich, dass mich die Argumente der Pro-Seite am meisten überzeugt haben. Als die 1-minütige Schlussrunde anfing, waren alle Debattanten wieder entspannt und nicht mehr so aufgeregt, da sie wussten, dass die Debatte bald ihrem Ende kam. Als die Debatte endete, klatschten wir alle herzlich, da die Schüler die Debatte sehr gut gemeistert hatten.

Die Juroren zogen sich zurück, um festzustellen, wer die 2 Gewinner für das Finale seien. Ich fragte Ben Schindler aus der Klasse 9ab, wie er sich während der Debatte fühlte. Ben meinte, dass er beim Reden sehr aufgeregt und angespannt gewesen sei. Ihm fiel auf, wie auch den Juroren, dass er ein paar Durchhänger hatte, bei den er Sachen vergessen hatte, die er eigentlich sagen wollte. Als ich ihn fragte, ob er traurig sei, dass er das Halbfinale nicht gewonnen hatte, sagte er ganz neutral, dass er mit sich selbst zufrieden und deshalb nicht enttäuscht sei. Die Reaktion des Publikums hat ihm auch gut gefallen, da es sehr aufmerksam wirkte. Er meinte, dass die Wertung der Juroren berechtigt sei, da er die Kritik an sich selbst schon bemerkt hatte. Der Debatte merkte man an, dass sich alle Teilnehmer gut vorbereitet und Informationen gesammelt hatten. Ab und zu gab es Aussetzer oder einen unlogischen Zusammenhang zwischen zwei aufeinander folgenden Argumenten.

Das Schulfinale gewannen Moritz (9ab) und Philipp (9b); sie haben sich gefreut und bereiten sich nun schon für das Finale der Saarbrücker Gymnasien, das in März stattfinden wird, vor.

Nicole Shodrina, 9ab

Bundesfinale von "Jugend debattiert" in Berlin

Am 17. und 18. Juni 2016 fand das große Finale des diesjährigen Wettbewerbs statt. Über 200 000 Schülerinnen und Schüler hatten in diesem Schuljahr bundesweit daran teilgenommen. Nun traten die 64 besten Debattanten zum Abschluss des Wettbewerbs in Berlin an. Einer von ihnen war Hannes Hofer, Schüler der 9. Klasse des Gymnasiums am Rotenbühl. Er debattierte wie gewohnt engagiert und überzeugend und erreichte einen großartigen 11. Platz. Begleitet wurde er von vier Mitschülern des GaR, die keine Debatte verpassten und Hannes von der Zugfahrt bis zur Schlussdebatte in der Urania in Berlin unterstützten.
Fünf Schüler und ein Lehrer machten sich am 16.6.2016 vom Hauptbahnhof Saarbrücken auf, um das Saarland würdig in Berlin zu vertreten. Während der mehrstündigen Zugfahrt wurden alle Themen noch einmal intensiv durchgesprochen, Argumente und Strategien vertieft. Die Themen des Bundesfinales hatten es in sich, aber dank der guten Vorbereitung von Hannes in den Vorbereitungsseminaren arbeiteten wir uns so gut in die Streitfragen ein, dass uns am nächsten Tag in den Debatten kein Argument überraschen konnte. Beeindruckend gut war aber die Art und Weise, wie in den Qualifizierungsdebatten am 17.6.2016 noch weitere Aspekte des Themas aufgeworfen und erweitert wurden. Alle Teilnehmer waren bestens vorbereitet, rhetorisch und kommunikativ stark. Die Streitfrage der ersten Runde hieß: Soll die Anzahl der Pkw pro Privathaushalt auf ein Fahrzeug begrenzt werden?
Hannes argumentierte in der ersten Debatte auf der Pro-Seite zusammen mit dem Vertreter aus Hessen. Nach dem Mittagessen ging es in der zweiten Runde um die Frage „Sollen für Minderjährige die Teilnahme an Castingshows verboten werden?“. Diesmal stand Hannes auf der Contra-Seite. Und auch wenn er sich auf der Zugfahrt noch jeweils die andere Position in den zwei Debatten gewünscht hatte, füllte er die Positionen prima aus. Am Abend wurden die Ergebnisse unter großem Applaus verkündet. Der 11. Platz von Hannes bei 32 Teilnehmern der Sek I war auf den ersten Blick ein kleiner Rückschlag für unsere Hoffnungen. Hatten wir Hannes wohlwollend neutral natürlich unter den besten vier Teilnehmern gesehen. Dass letztlich aber nur wenige Punkte zwischen den Teilnehmern lagen, bestätigte den Eindruck, dass die Besten des diesjährigen Wettbewerbs angetreten waren. Der Abend konnte, nachdem die Anspannung erstmal abgefallen war, gemütlich ausklingen mit einem Essen beim Italiener und einem Spaziergang rund um die Museumsinsel.
Am Samstag fand zum Abschluss des Wettbewerbs das Finale in der Urania statt. In Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck ging es in der Sek I um die Frage: Soll für den Besitz von Smartphones ein Mindestalter vorgeschrieben werden? Die vier Finalistinnen waren wirklich stark und erhielten zurecht sehr viel Lob und Anerkennung von Sandra Maischberger, die das Ergebnis der Jury bekannt gab. Nach dem zweiten Finale, in dem es um die Frage ging, ob der durch Jan Böhmermanns Schmähgedicht bekannt gewordene § 103 abgeschafft werden sollte, endete die Veranstaltung mit einem kleinen Umtrunk.
Beeindruckend war, wie gut die Schülerinnen und Schüler sich in die komplexen eingearbeitet hatten und trotz des großen Publikums fast keine Anzeichen von Nervosität zeigten. Die vielfältigen Chancen, die in diesem Wettbewerb für alle Teilnehmer liegen, wurden in besonderer Weise deutlich, als in einer Podiumsdiskussion zwischen den Debatten eine Syrerin, die erst vor 9 Monaten nach Deutschland gekommen war, davon berichtete, wie ihr das Format von Jugend debattiert beim Erlernen der deutschen Sprache geholfen hat.
„Jugend debattiert“, so ein Fazit, eröffnet dem Einzelnen wertvolle Erfahrungen im sprachlichen und gedanklichen Wettstreit mit anderen Überzeugungen und ist damit wichtig für die demokratische Kultur unseres Landes. Die Anfänge dafür wurden und werden in den Debatten auch in unserer Schule gelegt. Die nächste Runde des Wettbewerbs startet im nächsten Schuljahr.
Herzlichen Dank an alle Unterstützter: den Förderverein, die Schulleitung, die Eltern und die (ehemaligen) Kollegen und Kolleginnen.
Jens Göttert

Erfolg beim Regionalfinale von „Jugend debattiert“: Alle drei Teilnehmer des GaR erreichten die Finalrunde am Ludwigsgymnasium

Lea-Sarah Seyed Assiaban, Julius Groß und Hannes Hofer debattierten in den Vorrunden des diesjährigen Regionalfinales so gut, dass schließlich alle drei in das Finale einzogen. Auch hier zeigten sie eine überzeugende Leistung, so dass die Entscheidung ganz knapp ausfiel. Schließlich wurde Hannes Hofer aus der 9b1 von der Jury zum Sieger erklärt und vertritt das GaR im Landesfinale am 12.4.2016. Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer und Danke für euren großen Einsatz im Vorfeld.

Ein Dankeschön geht auch an Frau Meilchen, Frau Meiser-Franz, Frau Kirchner und Herrn Thielen, die unsere Teilnehmer so gut bei der Vorbereitung unterstützt haben. Auch die treuen Mitschüler haben ihren Beitrag zum Erfolg geleistet, indem sie eisern bis zum Schluss der Veranstaltung ausgehalten haben.

Wir sehen uns dann beim Landesfinale wieder.

Jens Göttert

Schulfinale von "Jugend debattiert" an unserer Schule

Lea-Sarah Seyed Assiaban (9b2) und Julius Groß (9a1) vertreten das GaR im Regionalfinale am 3. März

Bericht von Elisa Peehs und Darina Shiryaeva (beide 9a2) über das Schulfinale

Der heutige Tag war ein ganz besonderer. Am Tag der offenen Türen, dem 16.01.2016 fand in unserer Klasse das Halbfinale und das Schulfinale von „Jugend debattiert“ statt, in dem 8 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 unseres Gymnasiums antraten. Bei „Jugend debattiert“ geht es darum, möglichst gut und vielseitig über ein Thema zu debattieren. Dafür treten insgesamt vier Teilnehmer, zwei Pro und zwei Contra, gegeneinander an, um ihre Sicht zu einer vorgegebenen Streitfrage zu vertreten. Bewertet werden die Gesprächsfähigkeit, die Überzeugungskraft, der Ausdruck und die Sachkenntnisse der einzelnen Schüler.

In unserem Klassenraum wurde vor der ersten Debatte Platz für Publikum, Jury, Zeitnehmer und Debattanten geschaffen. Die Zeitnehmer waren Rafael und Noah. Die Jury bestand aus drei Lehrerinnen, Frau Kirchner, Frau Meilchen und Frau Meiser-Franz, und Herrn Göttert.  

Nun konnte es auch schon losgehen. Die ersten Debattanten gingen in einen anderen Raum, um sich vorzubereiten. In unserem Klassenraum herrschte eine vorfreudige Stimmung. Nach einer gefühlten Ewigkeit nahmen die ersten vier ihre Plätze ein und stellten sich vor. Auf der Pro-Seite argumentierten Hannes (9b1) und Julius (9a1). Auf der Contra-Seite Anna (9a2) und Lea (9b2). Das Thema der Kurzdebatte lautete: „Sollten Jogginghosen außerhalb des Sportunterrichts an unserer Schule verboten werden?“ Das Niveau der Debatte war hoch. Normalerweise hört man an einen anderen Slang in den Gängen unserer Schule. Die Debattanten schienen sich mit ihren Argumenten erschlagen zu wollen. Beide Seiten waren überzeugt von ihrer Ansicht und am Ende einer hitzigen ersten Runde wussten wir selbst nicht so recht, ob wir für oder gegen Jogginghosen sein sollten, so hochwertig und stichhaltig hatten beide Positionen ihre Überzeugungen dargestellt. Die zweite Gruppe, in der wir selbst debattierten, war danach an der Reihe. Auch wir wurden in einen separaten Raum gebeten, wo wir festlegten, wer auf welcher Seite debattieren sollte. Etwas beruhigend war es dabei, dass wir zusammen im Pro-Team waren, doch die Anspannung blieb. Wir merkten, wie die Contra-Seite, Benedikt aus der 9b2 und Romy aus der 9a1, neben uns ihre Strategie besprachen und probierten, die Situation aufzulockern und uns etwas zu entspannen. Doch dann wurden auch wir in unseren Klassensaal gerufen und prompt schoss unser Blutdruck wieder in die Höhe. Die Vorstellungsrunde hatte etwas Beruhigendes und wir gewöhnten uns ein wenig an den neuen Sitzplatz im Mittelpunkt des Klassenraumes. Dann ging es los. Obwohl wir uns in den Wochen davor im Deutschunterricht darauf vorbereitet hatten, kam es doch stärker als gedacht auf Spontanität und Redegeschick an. 

Nach einer spannenden Argumentation, viel Applaus und einer langen Beratungspause der Jury wurden schließlich Julius, Hannes, Lea und Romy zu den Siegern gekürt. Sie zogen damit ins Finale ein, welches um 10:00 Uhr stattfand. Das finale Thema lautete: „Sollte der Samstagsunterricht am GaR (wieder) eingeführt werden?“ Diesmal erhielten die Debattanten sowohl mehr Zeit in ihren Eröffnungs- und Schlussreden als auch in der freien Aussprache. Alle vier Finalisten waren wirklich gut und begeisterten das Publikum mit hoher Sachkenntnis und hochwertiger Gesprächsführung. Die Kandidaten haben ihr Bestes gegeben und debattiert, was das Zeug hält. Doch am Ende konnte es nur zwei Sieger geben, die unsere Schule beim Regionalwettbewerb vertreten werden. Julius und Lea, wir gratulieren euch und wünschen euch weiterhin ganz viel Erfolg!

Jana Ludwig, Schülerin der Klasse 10b2 im Debattieren Spitze

Jana Ludwig vertrat das Saarland beim Bundeswettbewerb Jugend debattiert in der Altersgruppe der Sekundarstufe I in Berlin am 28./29. Juni 2014.

Sie gehört jetzt zu den 15 besten Debattanten Deutschlands

Im Schulwettwettbewerb, im Regionalwettbewerb und beim Landesfinale belegte Jana jeweils Platz 1. Insgesamt musste sie sich bei den unterschiedlichen Wettbewerben auf zwölf Themen vorbereiten.

"Sollte Französisch im Saarland zur zweiten Amtssprache werden?", war das Finalthema beim Landesentscheid im Funkhaus am Halberg.

„Die 14jährige Jana Ludwig vom Gymnasium am Rotenbühl  in Saarbrücken überzeugte die Jury durch ihre rhetorischen Fähigkeiten. Sie argumentierte eindrucksvoll für die mittelfristige Einführung von Französisch als zweite Amtssprache und brachte die stichhaltigsten Pro-Argumente. (SZ.11.04/ Homepage Jugend debattiert)“  

Für das Bundesfinale in Berlin am 28./29. Juni musste sich Jana auf drei Themen vorbereiten.

  • Soll, die Veröffentlichung von „selfies“ in Sozialen Netzwerken gesetzlich beschränkt werden?
  • Sollen in Deutschland Präparate zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit rezeptfrei erhältlich sein?  
  • Soll der Staat jedem Schulabgänger einen Ausbildungsplatz garantieren?

Janas Einsatz und ihre für ihr Alter hervorragende Platzierung ist umso höher zu bewerten, weil sie vierzehn Tage vor dem Bundesfinale das Saarland in  Greifswald bei einem bundesweiten Mathematikwettbewerb vertrat. Auf ihrem Weg nach Berlin kreuzte Jana Ludwig mit Schülerinnen und Schülern aus ihrer Klasse und aus der Klassenstufe 10 in vielen Debattenrunden die Klingen. Im Bereich Sekundarstufe II wurde Johanna Blickle, Klasse 10 Siegerin des Schulwettbewerbs. Von Seiten der Lehrkräfte wurden die Schülerinnen und Schüler von Frau Kirchner, Frau Meiser-Franz und Herrn Thielen unterstützt. Bei den Debattenrunden lernt man, sowohl aus der Pro- als auch aus der Contra-Position zu argumentieren. Bei allen Schülerinnen und Schülern erweitern sich Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft, was auch die Bewertungskriterien für die Jury sind. 

Die Schulgemeinschaft bedankt sich bei Jana für Ihren tollen Einsatz und ihre Erfolge. Sie freut sich mit allen am Wettbewerb teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, dass sie neben dem gewachsenen Selbstvertrauen auch Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit erworben haben, die höchst wichtig für die spätere berufliche Laufbahn der Heranwachsenden sind.

Andrea Kirchner, Yvonne Meiser-Franz, Berthold Thielen

 

10 Jahre "Jugend debattiert" am GaR

Erfahrungsberichte von (ehemaligen) Schülerinnen und Schülern

„Reden lernt man durch reden.“
(Cicero, römischer Redner und Staatsmann, 106-43 v.Chr.)


Jugend debattiert hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Schüler unserer Schule begeistert. Aus unserer Schule konnten sich im Laufe der letzten zehn Jahre acht Schülerinnen und Schüler in diesem Wettbewerb für Berlin qualifizieren. Das ist sowohl innerhalb der Schule(mit Ausnahme des Sports) als auch innerhalb des Landes eine Spitzenposition.

Das zehnjähere Bestehen von Jugend debattiert an unserer Schule war der Anlass, aktuellen und ehemaligen Teilnehmern Fragen zu ihren Erfahrungen zu Jugend debattiert zu stellen.
Neben der positiven schulischen Entwicklung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Studium, ihre berufliche Ausbildung und ihren Beruf entscheidende Fähigkeiten erwerben und mitnehmen. Darüber hinaus erlernten sie Schlüsselqualifikationen, die für die (politische)Urteilsbildung besonders relevant sind.

Dazu im Folgenden Ausschnitte aus Erfahrungsberichten aktueller und ehemaliger Teilnehmer:


Welche positiven Erinnerungen verbindet ihr mit eurer Teilnahme an „Jugend debattiert“?
• Wenn ich an „Jugend debattiert“ zurückdenke, kommen starke Bilder in Erinnerung: die monatelange Vorbereitungsphase auf die Wettbewerbe im Schulunterricht, in Projektgruppen und Arbeitstreffen auch in den Nachmittagsstunden und am Wochenende, die umfassende Vorbereitung auf ein Thema, das von verschiedenen Seiten beleuchtet wird, die Beschäftigung mit tagesaktueller Politik, das Feilen an den eigenen argumentativen wie rhetorischen Fähigkeiten. Was auch und vor allem in die Erinnerung zurückkommt, sind die lebhaften Debatten und die schönen Gespräche mit den Mitdebattanten und den Betreuern.
(Nils Daniel Peiler, Medienwissenschaftler)
2005 zweiter Platz im Landesfinale "Jugend debattiert" Sek. II

Welche positiven Auswirkungen hatte es für eure Schulzeit, euer Studium/ Beruf bzw. für euer sonstiges Engagement ?
• Bei „Jugend debattiert“ lernte ich meinen Standpunkt selbstbewusst und anschaulich zu vertreten sowie sachliche Argumente zu formulieren. Ob in der Auseinandersetzung mit Eltern, Lehrern und Professoren, mit Mitschülern und Kommilitonen, mit Personalverantwortlichen im Bewerbungsgespräch und dem Vorgesetzten: Überall muss man sich mit der Meinung anderer auseinandersetzen und seine eigene Meinung darlegen. Je konfliktfähiger und selbstbewusster man sich dabei verhält, desto einfacher fallen einem diese alltäglichen Diskussionen.
(Yasmin Seyed Assiaban, Politikwissenschafterlin)
2005 und 2006 Teilnehmerin Schulverbund Sek. I und Sek. II "Jugend debattiert"

Aus welchen Gründen war für euch „Jugend debattiert“ ein wichtiger Beitrag für eure politische
• Was im Politikunterricht in der 9. Klasse zunächst ein bisschen öde und umständlich auf mich wirkte hat mir rückblickend bis heute geholfen, mich in Gesprächen besser einbringen zu können, meine Standpunkte in schwierigen Situationen zu vertreten und während meiner restlichen Schulzeit bei Referaten immer eine gute Figur zu machen und vor allem für mein Jurastudium die Angst genommen vor einer großen Gruppe fremder Menschen ein Thema zu präsentieren.
(Jana Schneider, Jurastudentin)
2010 zweiter Platz im Landesfinale

• "Durch Jugend debattiert lernte ich mir zu Sachfragen des alltäglichen Lebens eine fundierte Meinung zu bilden. Die Recherche nach Informationen und das Abwägen unterschiedlicher Meinungen förderte meine Toleranz und Aufnahmefähigkeit für verschiedene Positionen, welches eine grundlegende Fähigkeit für das aktive Mitwirken in einer Demokratie ist. Bei meiner ersten Bundestagswahl 2009 war ich demnach schon sensibilisiert für politische Prozesse und konnte anhand verschiedener Quellen wie Parteiprogrammen oder Medien eine eigene Meinung der unterschiedlichen Standpunkte entwickeln.
(Miriam Seyed Assiaan, Politikwissenschaftlerin)
2007 ditter Platz im Landesfinale Sek. I

Aus welchen Gründen war für „Jugend debattiert“ ein wichtiger Beitrag für eure Kommunikationsfähigkeit?
• Der wichtigste Lerneffekt, der durch JD bei mir eingetreten ist, ist jedoch die Fähigkeit andere Meinungen nachzuvollziehen und sogar für diese zu argumentieren, obwohl sie nicht meiner eigenen entsprechen. Das hilft mir in vielerlei Hinsicht: Es ist eine wesentliche Voraussetzung um eine sattelfeste Entscheidung zu treffen und hilft dabei zwischen verschiedenen Meinungen zu vermitteln.
(Tobias Schrader, Wirtschaftsingenieur)
2005 zweiter Platz im Landesfinale Sek. I

• Dinge auf den Punkt bringen und den eigenen Vortrag strukturiert und pointiert darlegen - Fähigkeiten, die man bei „Jugend debattiert“ lernt und die die eigene Kommunikation prägen, sei es beruflich oder privat. Überzeugend zu argumentieren, andere von der eigenen Sache einzunehmen, seine Zuhörer „mitzunehmen“ – das ist in der Schule ebenso wichtig wie im Studium oder im Berufsalltag. Dem anderen zuhören genauso.
(Michael Lampert, Jurist)
2004 zweiter Platz im Landesfinale Sek. I


• Im Unterricht hilft es mir auf alle Fälle! Ich habe gelernt mich besser auszudrücken und kann viel sicherer und freier vor der Klasse reden.
(Johanna, Blickle, Schülerin der Klasse 12)
2014 Teilnehmerin am Schulverbund Sek. II


• Durch das viele Debattieren und Reden habe ich viel mehr Selbstvertrauen beim alltäglichen Reden und auch bei Referaten in der Schule bekommen.
(Nina Baltes, Schülerin der Klasse 10b2)
2014 Teilnehmerin am Schulwettbewerb Sek. I

Aus welchen Gründen würdet ihr es darüber hinaus den Schülern empfehlen?
• „Jugend debattiert“ ist ein Angebot, seine eigenen Fähigkeiten im Team weiterzuentwickeln und wichtige Kompetenzen zu erwerben, die einem auch im späteren Ausbildung und Berufsleben von Vorteil sein können. Und darüber hinaus bietet es die Chance, sich im schulischen Rahmen selbst einmal diskursiv mit großen politischen Fragen auseinanderzusetzen und die für unsere Demokratie so essentielle Debattenkultur der Zukunft mitzugestalten.
(Nils Daniel Peiler, Medienwissenschaftler)

• Grundsätzlich kann ich die Teilnahme am Projekt Jugend debattiert jedem empfehlen, weil man vieles lernt, was man durchaus auch im Alltag gebrauchen kann. Man sollte aber wissen, dass das Projekt nicht immer so entspannt verläuft wie ganz am Anfang in der AG in der Schule. Ich habe oft merken müssen, dass es nach wie vor ein Wettbewerb ist, der mit viel Arbeit und auch Stress verbunden ist... Von Jugend debattiert in Kombination mit einem anderen Wettbewerb kann ich nur abraten, weil es einfach zu viel werden wird... Keiner kann erwarten, dass alles auf Anhieb klappt, denn es ist auch immer ein bisschen Glück dabei.
(Jana Ludwig, Schülerin der Klasse 10b2)
2014 erster Platz im Landesfinale

Yvonne Meiser-Franz, Andrea Kirchner, Berthold Thielen