Sie sind hier: Veranstaltungen und Projekte / Europawoche
Dienstag, 16.10.2018

Europawoche 2018

„Europa bedeutet für mich Frieden und Freiheit“

Das Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken beteiligt sich an der Europawoche 2018

Jedes Jahr bietet das Gymnasium am Rotenbühl (GaR) in Saarbrücken Aktivitäten im Rahmen der deutschlandweit stattfindenden Europawoche an, dieses Jahr war sie für das GaR jedoch ein neuer Höhepunkt.

Der EU-Projekttag am GaR

Begonnen hat die Europawoche 2018 am GaR gleich mit einem Highlight: dem Besuch des saarländischen Ministers für Finanzen und Europa, Peter Strobel, am 03.05.2018. Mit Beteiligung von Schülerinnen und Schülern der 10a1, 10ab und dem Politikkurs 11 von Frau Anne Christine Meilchen moderierte der Elftklässler Julius Groß die Diskussion mit Herrn Strobel, nachdem Hannes Hofer und Andrès Schiele aus dem Politikkurs 11 sich kritisch mit der Frage auseinandersetzten, ob die EU eine Werte- oder Wirtschaftsgemeinschaft sei. Nachgefragt nach der eigenen Meinung zu Europa durch Herrn Minister Strobel, antwortete der Schüler Moritz Eichinger: „Europa bedeutet für mich Frieden und Freiheit.“

In einer parallel stattfindenden Veranstaltung diskutierten Schülerinnnen und Schüler der 10b, ihre Sozialkundelehrerin Frau Andrea Kirchner und der Politikkurs 11 von Herrn Marco Fuchs-Schneider mit der Landtags-Vizepräsidentin Frau Isolde Ries, den Landtagsabgeordneten Frau Dagmar Ensch-Engel und Frau Jutta Schmitt-Lang sowie dem Vorsitzenden der Jungen Liberalen, Herrn Julien Simons, über die EU und ihre aktuellen Herausforderungen.

Die Europa-Klassen im Landtag

Die Schülerinnen und Schüler der 10ab hatten am Freitag, den 04.05.2018, die Chance, gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Natascha Nischik und ihrer Sozialkundelehrerin Frau Yvonne Meiser-Franz, ihre Ideen und Fragen zur EU im Landtag mit Landtagsabgeordneten und weiteren saarländischen Schülerinnen und Schülern zu diskutieren. In der Vorbereitung hatte die 10ab sowie zusätzlich die 9b am 26.04.2018 in Kooperation mit Europe Direct Saarbrücken die Möglichkeit, mit dem Politikwissenschaftler und Europaexperten, Herrn Dr. Cornelius Adebahr, über ihre Fragen zur EU zu sprechen. Durch die Veranstaltung im Landtag bekamen die Schülerinnen und Schüler einen tieferen Einblick in die Arbeit des saarländischen Parlaments, so dass sie sich nun stärker in die Politik einbezogen fühlen.

Die Brüsselfahrt der Schülerzeitungsredakteure des GaR

Neben diesem regionalpolitischen Einblick konnten die Schüler Moritz Eichinger und Carlo Klinkner mit 20 weiteren saarländischen Schülerzeitungsredakteuren vom 07. bis zum 08.05.2018 die Europastadt Brüssel erkunden und mit Unterstützung der saarländischen Landesvertretung bei der EU die europäischen Institutionen kennenlernen. Die politikinteressierten Jugendlichen empfanden diese Fahrt als sehr bereichernd, denn so konnten sie das Europaparlament und die EU-Kommission, über die sie im Unterricht schon so viel gelernt hatten, vor Ort besichtigen. Die beiden sind außerdem gemeinsam mit Julius Groß und Andrès Schiele neben den Seniorbotschaftern Frau Anja Barbian und Herrn Oskar Dawo Juniorbotschafter des GaR im Programm „Botschafterschule für das Europäische Parlament“.

Warum eigentlich Europawoche?

Seit mehr als zehn Jahren findet um den 9. Mai deutschlandweit die Europawoche statt. Sie erinnert an die Rede Robert Schumanns vom 9. Mai 1950, in der er die Idee einer Produktionsgemeinschaft für Kohle und Stahl vorstellte. Die daraufhin gegründete Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS/Montanunion) bildete den Grundstein für die heutige Europäische Union. Hauptziel dieser Wirtschaftsunion war die Sicherung des innereuropäischen Friedens nach Ende des Zweiten Weltkrieges durch gegenseitige Kontrolle der kriegswichtigen Güter und die Sicherstellung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus. In dieser Europawoche finden viele Veranstaltungen statt, die für den Europagedanken werben.

Europa am GaR während des Schuljahres

Schulleiterin Frau Jutta Bost betont, dass der Europagedanke am GaR jedoch nicht nur in der Europawoche großgeschrieben wird. Seit Beginn des EU-Programms Erasmus+ führt das GaR EU-finanzierte Schüler- und Lehrerprojekte durch. Am aktuellen Schülerprojekt „International Career Centre“ zur Berufs- und Studienorientierung in Europa sind neben Zehnt- und Elftklässern des GaR Schülerinnen und Schüler aus Finnland, England, Spanien und Frankreich beteiligt. Darüber hinaus finden am GaR jedes Schuljahr für die Klassenstufen acht bis zehn Schüleraustausche mit Schulen in Boston und Birmingham, England, sowie Chiclana, Spanien, die die Lehrkräfte Frau Bernd, Dörr, Frau Hoffmann-Rahmen, Frau Kolacki, Frau Leis und Herr Azizi organisieren, statt. Durch das Projekt „Europa mach Schule“ bekommen Schülerinnen und Schüler des GaR jedes Jahr einen Einblick in ein europäisches Land. Dieses Schuljahr stellte die ukrainische Studentin Alona Daneikina der 8b und ihrer Geschichtslehrerin Frau Anja Barbian ihr Land und seine Traditionen vor.

Auch die Vermittlung der Geschichte Europas ist dem GaR äußerst wichtig. Zur Besprechung des Ersten Weltkrieges trafen sich die Schülerinnen und Schüler der 9a1 mit ihrer Klassen- und Französischlehrerin Frau Sandra Brabenetz und ihrem Geschichtslehrer Herrn Patrick Noll mit einer Klasse aus dem französischen Bayeux vom 9. bis zum 11. April in Verdun. Die zehnten Klassen besuchen zur Aufarbeitung des Holocausts jedes Schuljahr das ehemalige Straf- und Arbeitslager Natzweiler/Struthof in Lothringen. Die Lehrfahrten werden im Unterricht der Fächer Ethik/Religion und Geschichte entsprechend vor- und nachbereitet.

Ein GaRant für Europa

Die Vermittlung des Wissens zu Europa steht immer im Zusammenhang mit der Förderung der sozialen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Durch das Ziel, mit diesen Aktivitäten den Europagedanken zu verbreiten, sieht sich das GaR zudem als eine Schule an, an der die Werte der Toleranz, Offenheit, Freiheit, Solidarität, Wertschätzung, Gemeinschaft, nicht nur großgeschrieben, sondern gelebt werden.

Anja Barbian