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Sonntag, 17.12.2017

Allgemeinbildender Zweig mit bilingualem Profil: Geography, History, and Biology in English

Der bilinguale deutsch-englische Zweig am Gymnasium am Rotenbühl hat eine lange Tradition: Er wurde zum Schuljahr 2001/2002 offiziell eingerichtet und löste damit den erweiterten Englischzweig, ein schulspezifisches Modell aus den Jahren 1995-2001, ab.

Seit der Einführung des bilingualen Zweiges nehmen rund 300 Schüler und Schülerinnen an den zweisprachigen Unterrichtsstunden in bis zu drei Fächern teil. Die ersten 16 Absolventen dieses Zweiges haben im Juni 2009 erfolgreich ihr Leitet Herunterladen der Datei einAbitur abgelegt.

Bilingualer Unterricht in den drei Sachfächern Erdkunde/Geography, Geschichte/History und Biologie/Biology bereitet die Kinder und Jugendlichen in besonderem Maße auf das spätere Studium und Berufsleben in einem sprachlich und kulturell vielfältigen Europa vor. Der bilinguale Unterricht fördert die interkulturelle Kompetenz der Schüler und Schülerinnen und wird dem Fach Englisch als Wissenschaftssprache gerecht.

Unser Bilinguales Programm ist folgendermaßen aufgebaut:
In den Klassen 5 und 6 wird in Form von Zusatzunterricht die Vorbereitung auf den bilingualen Sachfachunterricht durchgeführt, der in der 7. Jahrgangsstufe mit dem Fach Erdkunde/Geography beginnt und in der 8. Jahrgangsstufe durch bilinguale Geschichte/History ergänzt wird. Biologie/Biology ersetzt in der  9. Jahrgangsstufe das Fach Erdkunde/Geography. In der  Jahrgangsstufe 10 wird der Sachfachunterricht in allen drei Fächern jeweils zweistündig bilingual weitergeführt.

Besondere Merkmale des B-Zweiges

Im Verlauf der Klassenstufen 7-10 finden für die Schüler und Schülerinnen in jedem Schuljahr Intensivlernphasen statt. Sie bestehen aus begegnungspädagogischen Maßnahmen (z.B. dem im Lehrplan verankerten  Schullandheimaufenthalt in England in Klasse 7- der neuerdings erst gegen Ende der 7. Klasse stattfindet - ), Tagesausflügen mit englischsprachigem Schwerpunkt (z.B. ein Besuch der Airbase in Ramstein) sowie Workshops zu unterschiedlichen Themen und oftmals handlungsorientierten Projekten. So erstellen z.B. Schüler und Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe jedes Jahr einen Geschäftsbericht ("business report") für eine virtuelle Fabrik des 18. Jahrhunderts in England (Beispiele sind in der Schule ausgestellt).

Die Schule ist ausgestattet mit einer umfangreichen Sammlung  englischer Unterrichtsmaterialien (Globus, Atlanten, Wandkarten, Poster, Modelle,  DVDs) und hält in der Schülerbibliothek englischsprachige Bücher und Zeitschriften zum Ausleihen bereit. Zeitweise helfen im Zusatzunterricht Fremdsprachenassistenten aus Großbritannien, den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland mit. In den Zusatzstunden werden die Schüler und Schülerinnen auf den Unterricht im Sachfach der 7. Klasse vorbereitet, z.B. mit dem besonderen Einüben von Zahlen und Rechenbeispielen.

Am Ende der Klassenstufe 6 erfolgt die offizielle Zulassung  zum bilingualen Zweig. Die Klassen- und Fremdsprachenlehrer führen mit den Eltern intensive Gespräche, wenn ein Verbleib im bilingualen Zweig für den Schüler/ die Schülerin zuviel Mühe bereiten würde. In einer gesonderten Klassenkonferenz unter Vorsitz der Schulleitung und der Koordinatorin für den bilingualen Zweig wird über den Verbleib des Schülers/der Schülerin im bilingualen Zweig entschieden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass fast immer alle Schüler/Schülerinnen zugelassen werden konnten. Berücksichtigt werden Sprachbegabung, Leistungsvermögen, Leistungsbereitschaft und Lernverhalten. Dem Leistungsbild im Fremdsprachenunterricht (auch in der zweiten Fremdsprache Französisch) sowie im Deutsch-, Erdkunde- und Biologieunterricht kommt dabei ein höherer Stellenwert zu als dem in anderen Fächern.

Ein Schüler/eine Schülerin mit Zulassung zum bilingualen Zweig ist verpflichtet, an diesem Unterricht bis Ende der Klasse 10 teilzunehmen. Nach Klasse 10 erhalten die Schüler/Schülerinnen ein zweisprachiges Zertifikat, das sie bei Bewerbungsschreiben mit ihrem Zeugnis der Mittleren Reife vorlegen können. Auch wenn die Schüler und Schülerinnen die bilingualen Fächer Erdkunde und Geschichte bis zum Abitur weiterführen, erhalten sie ein gesondertes Zertifikat.  

Sollte sich im Laufe der ersten zwei Jahre herausstellen, dass ein Schüler des regulären Zweiges aufgrund seiner hervorragenden Leistungen im Fach Englisch besonders geeignet für den bilingualen Zweig erscheint, so kann er nach Rücksprache mit den Fachlehrern, der Klassenleitung und der Schulleitung auf schriftlichen Antrag der Eltern einer bilingualen Klasse zugeteilt werden - sofern Platz vorhanden ist.

Die Lerninhalte der Sachfächer Erdkunde, Geschichte und Biologie stehen im Mittelpunkt des bilingualen Unterrichts, Englisch ist die Arbeitssprache. Auf sprachliche Richtigkeit ist zu achten und die wiedergegebenen fachlichen Inhalte müssen verständlich und gut strukturiert dargestellt sein. Es gibt jedoch keine Abzüge bei schriftlichen Arbeiten für fehlerhafte Sprachproduktion, ausgenommen davon sind jedoch die Fachbegriffe.

Der bilinguale Sachfachunterricht eignet sich in hohem Maße dazu, eine fruchtbare Verbindung von fremdsprachlichem Lernen und interkulturellem Lernen zu schaffen. Schüler und Schülerinnen haben in den Sachfächern die Möglichkeit, ihre im Englischunterricht erworbene Sprachkompetenz zu erproben und sich auf Englisch mit Themen wie Vulkanismus in der Erdkunde,  Absolutismus in der Geschichte oder Ökologie in der Biologie auseinander zu setzen. Die bilingual unterrichteten Schüler und Schülerinnen haben neben ihrem regulären Englischunterricht in bis zu sechs Unterrichtsstunden pro Woche in den bilingualen Sachfächern  Geography, History und Biology die Möglichkeit, ihre englischen Sprachkenntnisse in vielen verschiedenen Bereichen anzuwenden. Dadurch werden sie sprachgewandt und geschult in der Fremdsprache und sind bestens darauf vorbereitet, die heutzutage an vielen deutschen Universitäten auf Englisch angebotenen Veranstaltungen wahrzunehmen oder sogar im englischsprachigen Ausland zu studieren.