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Sonntag, 17.11.2019

Seminarfach 11: Cambridge Certificates

Seminarfach Kunst und Präsentation 2012

Während einer einjährigen Unterrichtseinheit arbeiteten wir, Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 und unsere Lehrerin Frau Ott, wöchentlich im Rahmen des Seminarfaches "Kunst und Präsentation" an unterschiedlichsten künstlerisch-praktischen Projekten.

Hierbei entstanden, weil bewusst auf eine thematische und technische Einschränkung verzichtet wurde und stattdessen die verschiedenen Ideen und Interessen der Schüler aufgegriffen wurden, einerseits Arbeiten in den "klassischen" Kunstformen Malerei, Design und Architektur, aber auch Projekte zu den Gattungen Aktionskunst und Konzeptkunst sowie Graffiti und Computerspieldesign.

Mit dem Ziel eine Präsentation unserer Ergebnisse an einem öffentlichen Ausstellungsort zu organisieren, starteten wir zunächst mit ersten Entwürfen zur praktischen Arbeit, bei denen sich im Einzel- und Gruppengespräch nach und nach die unterschiedlichen Schwerpunkte der einzelnen Schülerinnen und Schüler herauskristallisierten. Die Projektarbeit beinhaltete folgende Aufgabenstellungen:

  1. die voranschreitende künstlerisch-praktische Arbeit am eigenen Thema mit dem Ziel eines ausstellungsfähigen Endproduktes.
  2. die Dokumentation der eigenen Arbeit anhand eines Skizzenbuches.
  3. die Reflexion über die eigene künstlerisch-praktische Arbeit durch die theoretische Auseinandersetzung mit den Werken ausgewählter Künstler, Designer und Architekten in Form eines Referates.
  4. die Präsentation der Arbeitsergebnisse in der Schule als Vorbereitung auf die Ausstellung im Zentrum für Lehrerbildung an der Universität des Saarlandes.
  5. Vertiefung und Präsentation der Abschlussarbeit.

Zu bewundern sind unsere Arbeiten vom 16. März bis … 2012 täglich von 9.00 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung im Zentrum für Lehrerbildung an der Universität des Saarlandes (Campus A5 4, linker Eingang, 3. OG)

Eine Vernissage mit den Schüler(inne)n findet am 16. März 2012, 18.00 Uhr
Weitere Infos unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.pthmb.de

Themen für die Klassenstufe 11 im Schuljahr 2010-11

 

Für die Schülerinnen und Schüler der kommenden Jahrgangsstufe 11 im Schuljahr 2011-12 werden folgende Themen angebot

  • Leitet Herunterladen der Datei einSeminar A: Ernährung und Gesundheit
  • Leitet Herunterladen der Datei einSeminar B: Preparing for a globalised world of work
  • Leitet Herunterladen der Datei einSeminar C: Filmanalyse und Filmproduktion
  • Leitet Herunterladen der Datei einSeminar D: Reden, aber richtig!
  • Leitet Herunterladen der Datei einSeminar E: Filmanalyse - der spanischsprachige Film
  • Leitet Herunterladen der Datei einSeminar F: Schule trifft Wissenschaft
  • Leitet Herunterladen der Datei einSeminar G: BISF

Für die Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihres Leistungssports am Schulzeitstreckungsverfahren teilnehmen, wird als eigenes Seminarfach das Thema Leitet Herunterladen der Datei ein"Sportpsychologie" angeboten.

Eine detaillierte Übersicht zu den einzelnen Seminarinhalten und Teilnahmevoraussetzungen erhalten Sie in einem PDF, wenn Sie das entsprechende Thema anklicken.

Seminarfach Sportberichterstattung 2009

Seminarfach Sportberichterstattung – ein Erfahrungsbericht aus dem Jahr 1

Das neue „Seminarfach“, das mit Inkrafttreten der Gymnasialen Oberstufe Saar im Schuljahr 2008/2009 erstmalig durchgeführt wurde, bietet den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 11 und 12 die Gelegenheit, sich mit dem Procedere des wissenschaft-lichen Arbeitens vertraut zu machen und vermittelt ihnen diesbezüglich Grundkenntnisse.
Am Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken wurden im zu Ende gehenden Schuljahr 6 ganz unterschiedlich geartete Seminarfachthemen angeboten, denen sich die Jugendlichen nach Interesse zuwählten. Geleitet bzw. moderiert wurden die einzelnen Gruppen von einem Lehrer’tandem’, eine Organisationsform von Unterricht, die im Rückblick betrachtet zumindest im vorliegenden Fall als ideal angesehen werden kann.

Gedacht ist das Seminarfach als Propädeutikum, also als Einführung in Methodik und auch Sprache der Wissenschaft. In erster Linie bereitet es also auf ein Studium vor, bietet darüber hinaus aber auch all jenen Schülerinnen und Schülern eine Chance zum eigenständigen und interessengeleiteten Lernen und Arbeiten, die im Anschluss an ihr Abitur kein Hochschulstudium anstreben. Die Jugendlichen lernen, sich mit Hilfe unterschiedlicher Quellen ein Thema zu erschließen, es sinnvoll einzugrenzen, logisch argumentierend darzulegen, Schlussfolgerungen zu ziehen und schließlich all dies zu präsentieren. Die Ergebnisse dieses Lern- und Erfahrungsprozesses stellte das Gymnasium am Rotenbühl am 19. Juni 2009 in einer eigens dazu anberaumten Abendveranstaltung einem interessierten Publikum vor.

Im Lauf des Schuljahres hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, mit der Unibibliothek eine schier unerschöpfliche Informationsquelle kennen zu lernen – wobei ehrlicherweise gesagt werden muss, dass die meisten sich lieber dem Internet anvertrauten: Bücher und Zeitschriftenartikel sind eben mühsam zu besorgen, da ist der Mausklick am Rechner einfacher – aber auch nicht immer verlässlich und vollständig. Jeder Teilnehmer fand ein für sich selbst interessantes Thema aus dem Bereich des Sports und formulierte eine so genannte „bewegende Frage“, die er gerne (?!) beantworten wollte. Eine Kurzpräsentation der Materie vor dem Kurs, bei dem es Tipps und Rückmeldungen der Zuhörer zur sachlichen/inhaltlichen, zur methodischen aber auch zur kommunikativen Kompetenz der Vortragenden gab, bildete den Abschluss des 1. Halbjahres.
Das 2. Halbjahr stand ganz im Zeichen der schriftlichen Au-arbeitung des Referats. Anleitungen zur formalen Gestaltung (Layout, Quellenangaben usw.) und argumentativen Anlage eines wissenschaftlichen Referats wurden bei Bedarf erteilt, Formulierungshilfen an die Hand gegeben. Ein Arbeitsplan strukturierte eine vierwöchige Freiarbeitsphase, die Partnerkorrektur vor Fertigstellung der Arbeit sollte letzte Schwächen in sprachlicher und inhaltlicher Sicht beseitigen.
Nach Durchsicht der Referate boten sich einige qualitativ hochwertige Arbeiten zur Präsentation an, lediglich zwei Schüler hatten jedoch den nötigen Mut, ihre Arbeit vor einem anderen als dem gewohnten Publikum aus Mitschülern vorzustellen. So bereiteten Gero Stephan sein Referat über Vollkontakt Karate „Kyoukushin-Karate“  und Yannic Heider seine Ausarbeitung zu den „…finanziellen Dimensionen von Sportgroßveranstaltungen und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft am Beispiel der FIFA Fußball-WM 2006“ mit Powerpoint vor, während die anderen Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten (z.B. Doping; Menschenrechte in Peking 2008; Sportschäden; Produkt Fußball: Wie finanzieren sich Bundesligavereine; WM 2010 u.a.) als Poster inhaltlich komprimierten und grafisch gestalteten.
Die gelungene Vorstellung der Arbeitsergebnisse fand leider trotz frühzeitiger und weit reichender Einladungen nur wenig Resonanz, doch zeigten die Anwesenden reges Interesse und durch ihre Anwesenheit ehrliche Wertschätzung für die zum Teil beachtlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler.

Nach einem Jahr Seminarfach lässt sich mit Sicherheit festhalten, dass sie alle neben Sachkompetenz an Methoden-, vor allem aber an Selbstkompetenz gewonnen haben. Sie haben erfahren (müssen), was sie leisten können und was nicht, sie mussten sich mit Problemen der Quellenlage, mit dem immer größer werdenden Umfang ihres Themas und seiner letztendlichen Eingrenzung auseinandersetzen, sie waren kritische Beobachter und gleichermaßen kritisierte Beobachtete. Sie wurden an die Selbständigkeit und die darin enthaltene Freiheit des wissenschaftlichen Arbeitens herangeführt. Einige erkannten, dass einiges an Selbstdisziplin nötig ist, um das gesteckte Ziel zu erreichen und dass weniger (Inhalt) oft mehr (Tiefgang) ist. Andere scheiterten an der oben erwähnten Freiheit. Aber auch das war und ist ein Zu-gewinn an Erfahrung für die Heranwachsenden.

Ganz im Sinne einer wissen-schaftlich korrekt gestalteten Gliederung – nach einer Einleitung folgt eine Definition, dann die lo-gisch gestaltete Entwicklung des Themas, die in einer Schlussfolgerung mündet – möchte ich zum Abschluss einige persönliche Anmerkungen zum ‚Unterricht’ im Seminarfach aus der Lehrerperspektive machen.
Auch meine Kollegin und ich waren anfangs etwas verunsichert, was und wie wir dieses Fach mit seinen großen Möglichkeiten und Chancen angehen sollten. Von Anfang an stand für uns der Prozess und nicht das bloße Produkt im Vordergrund. Außerdem waren wir der Meinung, dass wir die Lehrer- und die Schülerrolle neu definiert wollten, weg vom Dompteur hin zum Moderator, zum Berater, weg von den Vorgaben durch den Le-rer hin zum selbst initiierten Nachfragen und interessengelenkten Vorgehen der Schüler. Gleichzeitig trugen wir die Verantwortung, eine transparente und damit nachvollziehbare Beurteilung der Schülerleistungen vorzunehmen – doch eine Prozessbewertung ist schwierig…
Wir blicken auf ein ambivalentes Jahr zurück, in dem wir unsere Ansprüche und Vorstellungen teilweise revidiert und den Möglichkeiten angepasst haben. Dazu optimierten wir in zahlreichen Gesprächen und in einem regen Austausch miteinander unsere Ideen und setzten sie um – wären wir allein gewesen, hätte die anfängliche Euphorie vielleicht schnell einer Ernüchterung bzw. sogar Enttäuschung Platz gemacht. Individuell unterschiedliche Herangehensweisen an sich bietende Lerngelegenheiten (dazu gehörten auch Konflikte mit Schülerinnen und Schülern!) haben uns beide pädagogisch und didaktisch-methodisch ein gutes Stück weiter gebracht. Und schließlich ist es angenehm, wenn die ‚Last’ der Vorbereitung, Organisation und Umsetzung der Arbeit auf vier statt auf zwei Lehrerschultern ruht.

Zum Schluss noch eine Anregung zur Bedeutsamkeit der Ergebnisse (=Zeugnisnoten) im Seminarfach. Die „Empfehlungen und Handreichungen für das Semina-fach“ geben vor, dass in den vier Halbjahren vier verbindliche Noten erteilt werden, welche jedoch nicht ins Abiturzeugnis eingebracht wer-den müssen (d.h. schlech-te/ungenügende Noten im Seminarfach gefährden die Zulassung zur Abiturprüfung nicht). Schülerinnen und Schüler, die sich seit Jahren in einem System bewegen in dem jede Note Gewicht hat, neigen leicht dazu, in dieser Vorgabe zur Bewertung eine Art Freifahrtschein zu sehen, da sie zunächst die Unverbindlichkeit der Ergeb-nisse sehen und diese mit einer (ungerechtfertigten!) Bedeutungslosigkeit des Faches gleichsetzen. Unserer Meinung nach sollten zwei Halbjahresnoten ebenso wie in anderen G-Kursen verpflichtend in den Abiturzulassungsbereich aufgenommen werden. Dies würde auch die Leistungen der Schüler honorieren, die zum Teil enorm viel Zeit und Arbeit in ihre Recherchen gesteckt und wirklich bemerkenswerte Referate abgeliefert haben.

Bärbel Ehses