Swinging St. Pauli
Nach dem erfolgreichen Debüt vor zwei Jahren mit dem Musical „Linie 1“ arbeiteten im Jahr 2009 die schuleigene Band „Jazz-Express“ und die Musical AG des Gymnasiums am Rotenbühl an ihrem zweiten gemeinsamen Projekt. Am 6. und 7. Juni 2009 wurde in der Wanne der Schule das Ergebnis aufgeführt: das Musical „SWINGING ST. PAULI“.
In den Kriegswirren des Jahres 1941 trifft sich auf St. Pauli eine Gruppe Jugendlicher, um dem Alltag für ein paar Stunden zu entkommen und heimlich in Leo´s Bar zu verbotener Swingmusik zu tanzen. Die bestimmenden Themen der Gruppe sind Freundschaft und Liebe. Allerdings werden die Freunde schon bald von der Realität des Nationalsozialismus eingeholt. So flattern mit der Zeit Frontbefehle für die Jungs ein und die Jüdin Emma Löwenstein bereitet ohne Mitwissen der Anderen ihre Flucht aus Deutschland vor. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und letztendlich kommt es zu einer dramatischen Bewährungsprobe. Ein jeder steht nun vor einer teuflischen Entscheidung.
Untermalt wird die Handlung, die lustige als auch melancholische Momente gleichermaßen beinhaltet, von fröhlichen Swingnummern, die die ungeheure Lebensfreude ausdrücken, wie auch von anrührenden Balladen, bei denen der Zuschauer die Bedrängnis und die traurige Realität der Zeit vor Augen geführt bekommt.
Hier die Namen der Besetzung und des ganzen Produktionsteams, im wahrsten Sinne des Wortes eine Gemeinschaftsproduktion von Schülern, Lehrern und Eltern:
Leitung:
Schauspiel: Frau Strathmann, Frau Kirchner
Jazz-Band: Herr Moik
Solisten- & Chorgesang: Frau Speicher
Tanzchoreographien: Frau Ehses, Frau Schley
Mitwirkende:
Schauspiel:
Oscar Leonhardt – Jonas Degen
Emma Löwenstein – Hannah Winkel (Gesang Emma – Johanna Degen)
Alberta Bitler – Leonie Stephan
Max Waldeck – Jan Weiler
Heini Koch – Michael Rothkopf
Fritz – Janek Walla
Beate Stenzel – Sabrina Merz
Obersturmbannführer Hundt – Claire Fuchs
Arnold Stenzel – Mareike Thielen
Erna – Stephanie Meletzki
Paula – Frauke Jentner
Therese – Hannah Stötzel
Oma Koch – Jennifer Bernardi
Mutter Koch – Alexandra Lasek
Hinzu kamen die Sängerinnen und Sängder des Chores und die Mitglieder der Jazz-Band sowie viele Helferinnen und Helfer.
Wenn die gesamte Wanne mitswingt…
…hat sich die Musical-AG des GaRs wieder etwas einfallen lassen!
Wie auch in den vergangenen Jahren gab es auch dieses Schuljahr wieder ein Schulmusical. Mitglieder der Jazz- und Musical-AG zeigten unter der Regie von Frau Kirchner, Frau Strathmann, Frau Speicher und Herrn Moik sowie Frau Ehses und Frau Schley bei dem Stück “Swinging St.Pauli” ihr Talent.
Da die Vorstellungen der letzten Jahre hoch gelobt wurden, waren die Erwartungen natürlich sehr groß, zumal es dieses Mal um ein Stück mit ernstem Hintergrund ging. Doch wie später viele der Zuschauer bestätigten, war auch “Swinging St. Pauli” ein voller Erfolg.
Am 6. und 7. Juli 2009 fanden die Vorstellungen um 19.30 Uhr in der Wanne unserer Schule statt.
Die Schauspieler waren größtenteils die aktuellen Abiturienten und -innen: Mit Jonas Degen, Jan Weiler, Leonie Stephan, Mareike Thielen, Claire Fuchs und Hannah Winkel sowie Michael Rothkopf standen hier langjährige AG-Mitglieder zum letzten Mal auf den Brettern, „die die Welt bedeuten“.
Doch mit Johanna Degen bewies auch eine Schülerin der 8. Klasse ihre Gesangskünste, so dass das Stück im Ganzen von den Musikern über die Tänzer bis hin zu den Darstellern eine riesige Gemeinschaftsproduktion war.
Das Theaterstück handelt von der unerbittlichen und menschenverachtenden Strenge der SS im Kampf gegen die so genannte „Swingjugend“, die im „Dritten Reich“ oft in den Großstädten wie Hamburg oder Berlin verbreitet war. Die Jugendlichen waren meist zwischen 14 und 21 Jahre alt. Sie grenzten sich hauptsächlich gegen die Hitlerjugend ab und verbrachten ihre Zeit mit dem Hören und Tanzen von Swingmusik, was strengstens verboten war, denn für die Nazis war das „feindliche Musik“, man sagte sogar „Negerjazz“ zur Musik von berühmten Künstlern wie zum Beispiel Louis Armstrong.
Anhänger dieser Swingjugend (gespielt von Janek Walla, Michael Rothkopf, Jan Weiler, Sabrina Merz und Leonie Stephan) feiern ausgelassen in dem Lokal „Leo’s Bar“, dessen Inhaber, der besagte Leo (Jonas Degen), Juden zur Flucht verhilft. Doch die SS (Claire Fuchs und Mareike Thielen spielten diese schwierigen Rollen) machen den jungen Leuten einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, indem sie ihnen das Feiern verbieten und einen der „Swing-Boys“ auf die Wache mitnehmen, wo sie ihn schwer misshandeln.
Die Angelegenheit spitzt sich zu, als in die Gruppe der Swing-Girls-und Boys eine Jüdin (Hannah Winkel als Darstellerin, ihre Lieder sang Johanna Degen) aufgenommen wird und eskaliert schließlich, bis eine der jungen Frauen von der SS auf tragische Weise erschossen wird.
Zwar gelingt die Flucht am Ende, aber für den Barbesitzer Leo gibt es ein tragisches Ende.
Mir persönlich gefiel die Darstellung sehr gut, doch auch der Rest des Publikums nahm das Werk der Schauspieler, Sänger und Musiker mit viel Applaus, Standing Ovation und einer stolzen Zugabe ausgesprochen positiv auf.
Ein Lob an alle Künstler für diese zwei gelungenen Auftritte!!
Jana Kumstel





















