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Sonntag, 20-05-2012



„Alternative Stadtrundfahrt – Saarbrücken zur Zeit des Nationalsozialismus“

Die Gruppe vor der Gedenkstätte 'Gestapolager Neue Bremm'

Am 20.10.2011 stand unsere Exkursion an, auf die sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10ab und 10s (Katholische Religion) schon lange gefreut hatten.

Wir starteten den Ausflug mit unserer Religionslehrerin Frau Müller nach der 2. Stunde und fuhren nach kurzer Absprache los, um unseren Stadtführer Herrn Fehrmann abzuholen. Wir kamen an unserer 1. Station, dem Staatstheater an, wo uns Herr Fehrmann bereits erwartete und uns erklärte, in welchem Zusammenhang das Staatstheater mit dem Nationalsozialismus steht.

Viele Fotos und Dokumente, die wir in einem Skript zusammengefasst von Herrn Fehrmann ausgeteilt bekamen, machten das Thema für uns sehr anschaulich.

Im Bus wurden uns Interviews gezeigt, in denen saarländische Juden erzählten, wie sie den Nationalsozialismus hier in Saarbrücken erlebt haben. Das war sehr eindrucksvoll. Unsere Fahrt führte uns weiter durch die Bismarck-Straße, vorbei an der ehemaligen „Jüdischen Schule“ (Schillerschule) hin zur Polizeistation in der Mainzerstraße, wo wir eine bewegende Geschichte über die Hinrichtung zweier junger Männer lasen.

Dann fuhren wir auf den „Alten Friedhof St. Johann“, um das Grab von Willi Graf zu besichtigen, der seine Wurzeln in Saarbrücken hat und als Widerstandskämpfer und Mitglied der „Weißen Rose“ in München hingerichtet wurde. An einer anderen Stelle des Friedhofs wurden Kriegsgefangene aus Osteuropa beigesetzt. Herr Fehrmann erzählte uns, wie grausam die Kriegsgefangenen über Monate hausen und welche Schwerstarbeiten sie leisten mussten.

Als Nächstes fuhren wir an das Saarbrücker Schloss, wo wir Einlass bekamen ins Historische Museum und so in unterirdische Bereiche gelangen konnten. Wir schauten uns eine kleine Zelle an, in der Kriegsgefangene festgehalten wurden und konnten an den verschiedenen in die Wände geritzten Nachrichten erkennen, aus welchen Ländern diese Menschen beispielsweise kamen.

Nachdem Herr Fehrmann uns auf das „Unsichtbare Mahnmal“ auf dem Schlossplatz aufmerksam gemacht hatte, fuhren wir weiter zur „Neuen Bremm“. Dort befand sich von Juli 1943 bis Dezember 1944 ein Gestapo-Zwischenlager für Kriegsgefangene. Auf engstem Raum wurden die Menschen dort in Baracken gehalten und stundenlang teilweise bis zum Tode drangsaliert. Den ehemaligen Löschteich, der im Zentrum dieses Lagers errichtet wurde, kann man noch heute dort sehen.

Nach unserem Halt an der „Neuen Bremm“ war unsere „Alternative Stadtrundfahrt“ zu Ende und wir alle waren überrascht, wie stark der Nationalsozialismus im Saarland Spuren hinterlassen hat. Es war ein Ausflug, der uns zum Nachdenken angeregt hat und uns sicher in Erinnerung bleiben wird.

Alexander Sutschet



Weihnachtskrippe 2010

Wie jedes Jahr wurde auch zum Beginn der diesjährigen Adventszeit vor dem Sekretariat eine Weihnachtskrippe aufgebaut.

Die folgenden Schülerinnen und Schüler aus den Religionsgruppen der Klassen 7ab und 7s waren am Aufbau der Weihnachtskrippe beteiligt:

Anna, Diane, Elma, Fabian A., Jessica, Johanna, Julian, Lucia, Stefan und Tim (7ab) und Angela, Christina und Kim D.  (7s).

Geleitet wurde der Aufbau von Frau Schwender und und Herrn Siewert.

Die Figuren für die Krippe stammen von Frau Annette Liebschner, einer ehemaligen Schülerin unserer Schule. Gestiftet wurden die Figuren vom Förderverein unserer Schule.

Die Schulgemeinschaft dankt den Beteiligten für ihr Engagement bei dieser schönen Tradition!


Besuch der Klassen 7a1/a2 in der Selimiye-Moschee Völklingen-Wehrden

Am 25.06.2009 bot sich den Schülern der damaligen Klassen 7a1/a2 die Chance, im Rahmen der Unterrichtsreihe „Islam“ die Selimiye-Moschee der Türkisch-islamischen Gemeinde zu Völklingen-Wehrden e.V. zu besichtigen und damit nicht nur etwas über die muslimische Lebensweise zu hören, sondern Gottesdienst, Gemeindeleben und Gastfreundschaft am eigenen Leib zu erfahren.

Die Schüler, ihr Religionslehrer Herr Wilhelmy, Herr Fuchs-Schneider sowie die Referendarinnen Katharina Schnellbacher und Nina Immesberger, die den Termin mit der Türkisch-islamischen Gemeinde vereinbaren konnten, trafen sich am Ende des Unterrichts in der Wanne des Gymnasiums am Rotenbühl, um gemeinsam in die Stadt zu wandern und dort mit Bus und Bahn den Weg nach Völklingen anzutreten.

Nach unserer Ankunft in Wehrden wurden wir bereits an der Bushaltestelle von Moscheeführerin Fatima Sahin sowie der Tochter des in der Gemeinde tätigen Imam, Orhan Dömke, herzlich empfangen und zur Selimiye-Moschee begleitet. Zusammen mit einigen interessierten Eltern der Klasse, die uns vor den Pforten des Gotteshauses erwarteten, brachten die beiden Frauen uns in den Hauptraum der Moschee, der in Zeiten des Gebets normalerweise nur Männern der Gemeinde zugänglich ist. Für uns Gäste wurde jedoch an diesem Tag eine Ausnahme gemacht – wir durften geschlossen dem Freitagsgebet beiwohnen. Als besonders bewegend empfanden wir den Umstand, dass Herr Dömke, der in der Regel seine Predigten ausschließlich auf Arabisch hält, für uns auf Deutsch und zudem über die Verbundenheit der drei monotheistischen Religionen sprach. Darüber hinaus erging eine Einladung an die Gruppe, am Opferfest der Gemeinde, das diese jedes Jahr zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan feiert, teilzunehmen.

Nach dem Freitagsgebet führte uns Frau Sahin durch die restlichen Räume und stand uns bei allen Fragen bereitwillig Rede und Antwort. Zum Abschluss des Ausflugs kehrten wir in den Gemeinschaftsraum der Moschee ein, in dem uns Tee sowie türkische Köstlichkeiten erwarteten. Überwältigt von so viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit und gestärkt von der Mahlzeit traten wir gegen 18 Uhr die Rückreise nach Saarbrücken an.
Das große Interesse und Engagement der Schüler, die, fast geschlossen, einen kompletten Freitagnachmittag opferten, um „Religion zu erleben“, soll und muss von unserer Seite in besonderem Maße hervorgehoben werden. Dieser Tag wird für uns alle ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis bleiben!

Katharina Schnellbacher

Nina Immesberger

Studienreferedarinnen für Katholische Religion