Quorn Hall Fahrt der Bili-Klassen 7
Letztes Jahr am 23.September brachen wir um 5.45 Uhr an der Schule auf, um nach Quorn Hall zu fahren und dort eine aufregende Woche zu verbringen.
Wegen ein paar Staus, dem Streik im Hafen von Calais und mehr Pausen als eingeplant, kamen wir erst um 22.00 Uhr in Quorn an. Leider verpassten wir dadurch auch Canterburry.
Am Tag nach der Ankunft führte uns der Weg dann nach Leicester:
Auf Strümpfen ging es durch einen Hindu-Tempel, bevor wir die Innenstadt von Leicester erkundeten. Dort wurden wir auch zum ersten Mal in kleinen Grüppchen zum Shoppen "freigelassen".
Am nächsten Tag folgte dann das historische Highlight unserer England-Reise. Stratford-upon-Avon, William Shakespeares Geburtsort. Dort besichtigten wir ein Museum über ihn und sein Geburtshaus, bevor wir wieder durch die Läden stöbern durften. Vor dem Aufbrechen zurück nach Quorn Hall besuchten wir noch die Holy Trinity Church, in der Mr. Shakespeare begraben liegt.
Sonntag, 26.September 2010, an diesem Tag fuhren wir in ein Viktorianisches Dorf. Nach der Führung durften wir endlich selber durch das verwinkelte Örtchen schlendern und den kleinen Jahrmarkt entdecken. Wir kamen an diesem Tag sehr früh wieder in Quorn an und Eric Schwarz (unserer stellvertretender Klassenlehrer) schlug ein sogenanntes "Geo-Cashing" vor. Er hatte aus dem Internet eine "Schatzkarte" mit Koordinaten, Himmelsrichtungen etc. ausgedruckt, nach der wir uns richteten.
Wir waren zu siebt, inklusive unserer Klassenlehrerin Tina Flickinger, und fanden letzendlich auch den "Schatz".
Die neue Woche begann mit "orienteering" im strömenden Regen. Ziemlich ähnlich wie "Geo-Cashing", heißt nur anders. Nach dem Mittagessen, zur Abwechslung mal in Quorn, machten wir uns auf nach Twycross Zoo. Ein sehr leerer und trauriger Zoo, meiner Meinung nach. Abends saßen noch ein paar meiner Freunde, die Lehrer und ich an einem Tisch im Speisesaal und sangen Lieder.
Am vorletzen Tag fuhren wir nach Warwick, wo wir Warwick Castle besichtigten. Ein weiteres historisches Highlight. Dort teilten wir uns in 12er Gruppen auf die Lehrer auf. Warwick Castle ist wirklich ein eindrucksvoller Ort... so voller Geschichte! Ganz anders als das kleine Städtchen Warwick. Außer einem Costa Café war dort so gut wie keine Zivilisation.
Am letzten Abend in Quorn Hall veranstalteten wir eine kleine Party in der Lounge. Jede Gruppe unterhielt die anderen mit etwas. Ein paar sangen, ein paar spielten etwas vor... Wir sangen "We Are The Champions" und sprachen damit, glaube ich, jedem aus dem Herzen.
Mittwoch, der letzte, aber wahrscheinlich auch der schönste Tag von allen. London. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit dort und besuchten auch nur die alten Teile der Stadt. Nämlich das Royal Observatory, Tower Bridge & Westminster Abbey.
Die Tower Bridge gehört zwar für mich noch mehr zu London als der Big Ben, aber London bedeutet für mich auch viel mehr die überrannten Straßen, die wegen Überfüllung geschlossenen U-Bahnhöfe, Piccadilly Circus, Leicester Square...das neue, junge London eben.
Also wir hätten meinetwegen noch Wochen dort bleiben können...
Und so ging England zu Ende. Die bis jetzt schönste Zeit meines Lebens. Ich würde jeder Zeit meine Sachen packen und nochmal fahren.
Anna Goerke





