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Deutsch
Montag, 06-02-2012



Darstellendes Spiel

„Der Mensch (...) ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (Friedrich Schiller)

Ab dem kommenden Schuljahr 2010/11 besteht am GaR die Möglichkeit in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (Klassenstufe 10) das neue Fach Darstellendes Spiel als zweistündiges Wahlpflichtfach neben Bildender Kunst und Musik zu wählen.

Mit dem Schuljahr 2011/12 kann Darstellendes Spiel dann auch in der Hauptphase (Klassen 11 und 12) als zweistündiger Kurs zusätzlich oder im Rahmen der Belegungsverpflichtung zum Erreichen der 34 Pflichtstunden gewählt werden. Bei einer kontinuierlichen Belegung in Klasse 10, 11 und 12 kann Darstellendes Spiel im Abitur mündliches Prüfungsfach sein.

Das Fach Darstellendes Spiel stellt Anforderungen an unterschiedliche Fähigkeitsbereiche: Anwenden und Gestalten (produktiv), Wissen und Verstehen (kognitiv), Analysieren und Problemlösen (reflexiv). Es verlangt somit den ganzen Einsatz, die ganze Persönlichkeit. Darstellendes Spiel bietet entsprechend auch die Chance einer persönlichen Entwicklung, im Gegensatz zu aufgesetzter Selbstdarstellung. Die Bereitschaft zu einer differenzierten Selbstwahrnehmung und zu einer engagierten Arbeit im Team sind grundlegende Voraussetzungen für das Gelingen der Theaterarbeit. Sach-Kompetenz, Sozial-Kompetenz und Selbst-Kompetenz sind die Ziele dieses Bildungsprozesses.

Darstellendes Spiel ist nicht die Verlagerung der Theater AG in den Unterricht!
Bei Darstellendem Spiel geht es nicht um das Einstudieren eines Theaterstücks und dessen Aufführung vor großem Publikum. Der Schwerpunkt der Arbeit in Klassenstufe 10 liegt in den Bereichen Körperarbeit, Entwicklung von Gruppenprozessen, gestalterischer und szenischer Arbeit, die im szenischen Spiel oder einer szenischen Collage als Eigenproduktion münden.

Neben dem erlernten Wissen der nötigen Fachkenntnisse (Mimik, Gestik, Haltung, Position, Stimme, Raum, Bewegung, Darstellungsmittel, Bühnenformen, Spielformen) werden in der Leistungsbeurteilung gleichberechtigt der persönliche Einsatz, die Spielbereitschaft und die Bereitschaft zum Gelingen von Ensembleprozessen berücksichtigt. Nicht allein die Ergebnisse der szenischen Projektarbeit werden bewertet, sondern vor allem die individuellen Leistungen auf dem Weg zum Ergebnis (Aufgeschlossenheit, Angemessenheit, Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Rücksichtnahme, Vorbereitung, Zuverlässigkeit, Finden von Lösungen, Klarheit und Differenziertheit der Beobachtung und der eigenen Gestaltung, kritische Reflexion, Einhalten von organisatorischen Vereinbarungen, Bereitschaft Aufgaben für die Gruppe eigenständig zu übernehmen und aufgestellte Regeln zu befolgen).

Die Beurteilung der Gesamtleistung als Zeugnisnote setzt sich daher zusammen aus der kontinuierlichen Arbeit im Unterricht (50% !), einer schriftlichen Kursarbeit pro Halbjahr (25%) und einer punktuellen spielpraktischen Aufgabe pro Halbjahr (25%).

Die verpflichtende Arbeitskleidung besteht aus einer einfarbig schwarzen, langen Sporthose oder Leggings, einem schwarzen oder weißen Oberteil ohne Aufdruck, sowie Saalschläppchen oder Überziehsocken. Klassenraum ist die Gymnastikhalle.

Um den geschärften Theaterblick weiter zu öffnen runden ein bis zwei gemeinsame Theaterbesuche pro Halbjahr und die anschließende kritische  Auseinandersetzung mit dem Gesehenen die Theaterarbeit im Fach Darstellendes Spiel ab.

Also: lasst uns spielen!!!
Ich freue mich auf euch!

Andrea Kirchner