Was ist Comenius?
Wer war Comenius?
Die EU hat das Projekt nach dem tschechischen Bischof Jan Amos Comenius (1592-1670) benannt. Oft wird er als Vater der modernen Pädagogik mit dem Satz zitiert: „die Schule muss sich der Welt öffnen“.
Comenius will ...
... bei jungen Menschen und Lehrkräften das Wissen und das Verständnis für die Vielfalt der europäischen Kulturen, Sprachen und Werte fördern
... jungen menschen beim Erwerb der grundlegenden Lebensfertigkeiten und der erforderlichen Kompetenzen für ihre Persönlichkeitsentwicklung unterstützen
... die Kreativität, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit stärken
... eine aktive Unionsbürgerschaft fördern
Die Ziele von Comenius
- Verbesserung und Steigerung der Mobilität von Schülern und Lehrkräften in verschiedenen Mitgliedsstaaten
- Förderung und Intensivierung von Partnerschaften zwischen Schulen in verschiedenen Mitgliedstaaten
- Förderung des Fremdsprachenlernens
- Förderung von innovativen IKT-basierten Inhalten und Diensten sowie von besseren Lehrtechniken und –methoden
- Förderung der Qualität und der europäischen Dimension der Lehrerbildung
- Verbesserung der pädagogischen Ansätze und der Schulverwaltung
Zielgruppen
- Schüler der Vorschule bis zum Ende des Sekundarbereichs
- Lehrkräfte
- Inspektoren, örtliche Behörden, Elternverbände, nicht-staatliche Organisationen, Lehrerbildungseinrichtungen, also jede in der Schule tätige Person
Mehrsprachigkeit als Schlüsselkompetenz zum Abbau von Vorurteilen
Unser Projekt trägt den Titel „Mehrsprachigkeit als Schlüsselkompetenz zum Abbau von Vorurteilen“ und ist eine von der nationalen Agentur verwaltete und geförderte multilaterale Schulpartnerschaft.
Die beteiligten Partnerländer sind: Deutschland (Koordinator),
Türkei,
Polen,
Tschechien. (Mit Klick auf das jeweilige Land erhalten Sie nähere Infos zu unseren Partnerschulen!)
Zusammenfassung der geplanten Partnerschaft
Im Zeitalter der Globalisierung ist es wichtig, Vorurteile gegenüber Menschen anderer Kulturen abzubauen oder sie erst gar nicht aufkommen zu lassen, um gemeinsam mit ihnen internationalen Herausforderungen zu begegnen. Mehrsprachigkeit als Ergebnis eines Fremdsprachenlernprozesses ist ein Schlüssel zu zwischenmenschlichem Verständnis.
Vier Schulen aus vier europäischen Ländern (Deutschland, Polen, Tschechien und Türkei) haben sich zusammengeschlossen, um diese Schlüsselkompetenz zu entwickeln und sie als wichtigen Beitrag im Kampf gegen Vorurteile nutzbar zu machen.
Die Vorstellungen, die Schüler von den Partnerländern haben, werden zu Beginn und am Ende des Projekts in Bildern sichtbar gemacht. Durch kommunikativen Austausch von Informationen und gemeinsamer Entwicklung von Unterrichtsmaterial auf internationalen Projektarbeitstreffen verändern sich diese Bilder.
Eine Wanderausstellung veranschaulicht sowohl den Lernprozess über den Abbau von Vorurteilen gegenüber anderen Menschen, Kulturen und Nationalitäten, als auch die Selbsterfahrung der Schüler. Sie erkennen aus der Distanz ihre eigene Kultur. Sie relativieren ihre Vorstellung von Realität und werden sich ihrer eigenen Identität durch die Fremdperspektive bewusst. Zugleich erweitern sie ihren Horizont, indem sie aktuelle Probleme, wie die Bekämpfung von Vorurteilen aus einem „europäischen“ Blickwinkel betrachten.
Die in Gemeinschaftsarbeit erstellten Materialien für den Fremdsprachen- und gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht, dienen den Schülern als konkrete Hilfe im Kampf gegen Vorurteile.
Aufgabenverteilung und Arbeitsprogramm
Gruppen von Schülerinnen und Schülern in jedem Land erarbeiten mehrsprachiges Unterrichtsmaterial für die Partnerländer. Dieses Unterrichtsmaterial gibt Eindrücke vom Alltag der Schülerinnen und Schüler aus Schülerperspektive. Es handelt sich hierbei um Plakate und Power Point Präsentationen über die Wirtschaft, Kultur und Geschichte der Partnerländer; Kalender, die Informationen über Ferien, Feste, Feiertage, private Feiern und wichtige Termine enthalten; und Musikbeispiele mit Liedertexten in der jeweiligen Landessprache (mit Übersetzung in die Projektarbeitssprache Englisch). Darüberhinaus erstellt jedes Partnerland ein weiteres Produkt. Die türkischen Schülerinnen und Schüler bereiten ein Theaterstück vor. Die Schule in Tschechien koordiniert die Herausgabe eines fünfsprachigen Wörterbuchs (vier Landessprachen und Englisch) zur Alltags-, Jugend-, Computer- und Handysprache der Schülerinnen und Schüler. Das Wörterbuch soll auch in vertonter Form digital auf DVD erscheinen. Die Koordination dieser Aufgabe übernimmt die Schule in Polen. In Deutschland werden die Ergebnisse online gestellt. Eine fünfsprachige Internetseite soll den Verlauf des Projekts dokumentieren und alle Ergebnisse am Ende zusammenfassen. Es versteht sich von selbst, dass keine Schule die gestellte Aufgabe alleine lösen kann. Um die Mehrsprachigkeit des Wörterbuchs, der DVD, und der Internetseite zu gewährleisten, ist eine enge Kooperation notwendig. Als Methode der Zusammenarbeit wurde deshalb das internationale Gruppenpuzzle gewählt. Auch das Theaterstück bedarf des internationalen Publikums. Lehrer und Schüler der teilnehmenden Partnerländer besuchen sich gegenseitig, nicht nur um die erstellten Materialien auszutauschen, sondern vor allem um persönlich von ihrer Heimat zu berichten, und das Bild der anderen zu relativieren. Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf den gegenseitigen Besuchen, die den persönlichen Kontakt zwischen Lehrern und Schülern aller Partnerländer herstellen.
Uwe Krambröckers
Projektleiter an unserer Schule
Eindrücke und Programm des ersten Comenius-Treffen in unserer Schule
Mehrsprachigkeit als Schlüsselkompetenz zum Abbau von Vorurteilen
Dienstag, 7.12.2010
- 08:00 Treffen in Raum 143, Begrüßung, Tagesplanung
- 08:15 Rundgang durch die Schule
- 09:00 Pressekonferenz
- 09:30 Pause
- 09:45 Speeddating
- 10:30 erster Austausch über Vorurteile
- 11:30 [für Schüler:] Pause, [für Lehrer:] Dienstbesprechung
- 11:45 Transfer zur Hermann-Neuberger Sportschule
- 12:00 gemeinsames Mittagessen
- 13:15 Transfer zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte
- 14:00 Besuch der Sonderausstellung „Die Kelten“
- 16:00 Rückfahrt zum Gymnasium am Rotenbühl
- 19:30 Präsentationsabend
Mittwoch, 8.12.2010
- 08:00 Treffen in Raum 143, Begrüßung, Tagesplanung
- 08:15 Aussprache über den Vortag (2x3 Dinge)
- 08:30 Fragen zum Theaterstück des Präsentationsabends
- 08:45 Vorbereitung und Aufbau der Bildergallerie
- 09:15 Pause
- 09:45 Präsentation der Bildergallerie mit Aussprache
- 10:45 Präsentation der polnischen Umfragen mit Aussprache
- 11:30 Familiennachmittag
Donnerstag, 9.12.2010
- 08:00 Treffen in Raum 143, Begrüßung, Tagesplanung
- 08:15 Aussprache über den Vortag
- 08:30 Fotoshooting
- 09:00 Pause; [für Lehrer: Verewigung im goldenen Buch der Schule]
- 09:30 Präsentation der Bildergallerie mit Aussprache
- 11:00 Verschriftlichung der Eindücke
- 11:45 Abfahrt vom GaR nach Trier
- 15:00 Stadtführung Trier
- 18:00 Rückfahrt nach Saarbrücken
- 20:00 Rückankunft am GaR






