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Montag, 06-02-2012



Allgemeinbildender Zweig mit bilingualem Profil: Geography, History, and Biology in English

Der bilinguale deutsch-englische Zweig am Gymnasium am Rotenbühl hat eine lange Tradition: Er wurde zum Schuljahr 2001/2002 offiziell eingerichtet und löste damit den erweiterten Englischzweig, ein schulspezifisches Modell aus den Jahren 1995-2001, ab.

Seit der Einführung des bilingualen Zweiges nehmen rund 321 Schüler und Schülerinnen an den zweisprachigen Unterrichtsstunden in bis zu drei Fächern teil. Die ersten 16 Absolventen dieses Zweiges haben im Juni 2009 erfolgreich ihr Leitet Herunterladen der Datei einAbitur abgelegt. In den Klassen 5 und 6 wird in Form von Zusatzunterricht die Vorbereitung auf den bilingualen Sachfachunterricht durchgeführt, der in der 7. Jahrgangsstufe mit dem Fach Erdkunde/Geography beginnt und in der 8. Jahrgangsstufe durch bilinguale Geschichte/History und bilinguale Unterrichtseinheiten im Fach Biologie/Biology fortgeführt wird. Bis Jahrgangsstufe 10 einschließlich wird der Sachfachunterricht in den drei Fächern bilingual weitergeführt.


Stundentafel 5 6 7 8 9 10
Deutsch 5 5 4 3 4 4
Englisch 6 6 4 4 3 3
2.Fremdsprache - 4 4 4 3 3 wI
3.Fremdsprache - - - 4 4 4 wI
Mathematik 5 5 4 4 4 4
Naturwissenschaften 3 2 - - - -
Biologie - - 2 - 2 b 2 b
Chemie - - - 2 2 2 wII
Physik - - 2 2 2 2 wII
Erdkunde 2 - 3 b 3 b - 2 b
Geschichte - 2 2 2 b 2 b 2 b
Sozialkunde - - - - 2 2
Religion* 2 2 2 2 2 2
Bildende Kunst 2 2 2 2 - 2 wIII
Musik 2 2 2 - 2 2 wIII
Sport 2 2 2 2 2 2
Klassenlehrerfach 1 - - - - -
Wahlpflichtfach - - - - - 2/3 wp
Summe 30 32 33 34 34 33

b: bilingual unterrichtet, sofern personalisierbar

wI: In Klassenstufe 10 Wahl zwsichen der 2. und 3. Fremdsprache.

wII: Wahl zwischen Chemie und Physik.

wIII: Wahl zwischen Musik und Bildende Kunst

*1: Ab Klassenstufe 8 Wahl zwischen Religion und Allgemeiner Ethik

*2: Der Stundenansatz des Faches, das die Klassenleitung unterrichtet, wird um eine Stunde erhöht.

wp: Ein Wahlpflichtfach kann aus den folgenden Gruppen gewählt werden (in Klammern: Anzahl der Wochenstunden):

2. Fremdsprache (3), 3. Fremdsprache (4), Physik oder Chemie (2), Informatik (2), Darstellendes Spiel (2) oder Basiswissen Mathematik (1).

Im Unterschied zum allemeinbildenden Zweig können Englisch sowie die bilingual unterrichteten Sachfächer Biologie, Erdkunde und Geschichte nicht abgewählt werden.


Besondere Merkmale des Zweiges

Im Verlauf der Klassenstufen 7-10 finden für die Schüler und Schülerinnen in jedem Schuljahr mehrtägige Intensivlernphasen statt. Sie bestehen aus begegnungs-pädagogischen Maßnahmen (z.B. dem im Lehrplan verankerten Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchullandheimaufenthalt in Quorn Hall, England in Klasse 7, meistens im Monat September, wobei die Anmeldung hierzu bereits im Mai erfolgt), Workshops zu unterschiedlichen Themen und zumeist handlungsorientierten Projekten, wie z.B. der Erstellung eines auf Englisch abgefassten Geschäftsberichtes ("business report") für eine virtuelle Fabrik des 18. Jahrhunderts in England in Klasse 9, verbunden mit einer Tagesexkursion ins Technik-Museum Mannheim.

Die Schule ist ausgestattet mit einer umfangreichen Sammlung  englischer Unterrichtsmaterialien (Atlanten, Wandkarten, Poster, DVDs, Videos) und einer Abteilung englischsprachiger Bücher in der Schülerbibliothek. Zeitweise helfen im Zusatzunterricht Fremdsprachenassistenten aus Großbritannien, den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland mit. In den Zusatzstunden werden auch zusätzliche Lerninhalte durchgenommen, verbunden mit ergänzendem Vokabular; auch wird der Umgang mit Zahlen, einfachen Statistiken und Diagrammen eingeübt.

Nach dem Zusatzunterricht in den Klassenstufen 5 und 6 erfolgt am Ende der Klassenstufe 6 die offizielle Zulassung  zum bilingualen Zweig. Die Klassen- und Fremdsprachenlehrer führen mit den Eltern intensive Gespräche. In einer gesonderten Klassenkonferenz unter Leitung des Schulleiters und der Koordinatorin des bilingualen Zweiges wird über den Verbleib des Schülers/der Schülerin im bilingualen Zweig entschieden. In der Vergangenheit sind fast immer alle Schüler/Schülerinnen zugelassen worden. Berücksichtigt werden Sprachbegabung, Leistungsvermögen, Leistungsbereit- schaft und Lernverhalten. Dem Leistungsbild im Fremdsprachenunterricht (auch in der zweiten Fremdsprache Französisch) sowie im Deutsch-, Erdkunde- und Biologieunterricht kommt dabei ein höherer Stellenwert zu als dem in anderen Fächern.

Ein Schüler/eine Schülerin mit Zulassung zum bilingualen Zweig ist verpflichtet, an diesem Unterricht bis Ende der Klasse 10 teilzunehmen. Nach Klasse 10 erhalten die Schüler/Schülerinnen ein gesondertes Zertifikat, das sie bei Bewerbungsschreiben mit ihrem Zeugnis der Mittleren Reife vorlegen können.   

Sollte sich im Laufe der ersten zwei Jahre herausstellen, dass ein Schüler des regulären Zweiges aufgrund seiner hervorragenden Leistungen im Fach Englisch besonders geeignet für den bilingualen Zweig erscheint, so kann er nach Rücksprache mit den Fachlehrern der Klassenleitung und dem Schulleiter auf schriftlichen Antrag der Eltern einer bilingualen Klasse zugeteilt werden - sofern Platz vorhanden ist.

Die Lerninhalte der Sachfächer Erdkunde, Geschichte und Biologie stehen im Mittelpunkt des bilingualen Unterrichts, die Arbeitssprache ist Englisch. Auf sprachliche Richtigkeit ist zu achten und die wiedergegebenen fachlichen Inhalte müssen verständlich dargestellt sein. Es gibt jedoch keine Abzüge bei schriftlichen Arbeiten für fehlerhafte Sprachproduktion, ausgenommen davon sind jedoch die Fachbegriffe.

Der bilinguale Sachfachunterricht eignet sich in hohem Maße dazu, eine fruchtbare Verbindung von fremdsprachlichem Lernen und interkulturellem Lernen zu schaffen. Schüler und Schülerinnen haben in den Sachfächern die Möglichkeit, ihre im Englischunterricht erworbene Sprachkompetenz zu erproben und sich auf Englisch mit Themen wie Vulkanismus in der Erdkunde,  Absolutismus in der Geschichte oder Ökologie in der Biologie auseinander zu setzen. Die bilingual unterrichteten Schüler und Schülerinnen haben neben ihrem regulären Englischunterricht in bis zu sechs Unterrichtsstunden pro Woche in den bilingualen Sachfächern  Geography, History und Biology die Möglichkeit, ihre englischen Sprachkenntnisse in vielen verschiedenen Bereichen anzuwenden. Dadurch werden sie sprachgewandt und geschult in der Fremdsprache und sind bestens darauf vorbereitet, die heutzutage an vielen deutschen Universitäten auf Englisch angebotenen Veranstaltungen wahrzunehmen oder sogar im englischsprachigen Ausland zu studieren.